Uwe Preuss

Pankower Kulturgespräche: # 8 Uwe Preuss

Dr. Andreas Bossmann im Gespräch mit Uwe Preuss
Brotfabrik am 23.5.2026


18:30 Uhr
Uwe Preuss im Gespräch
20:30 Uhr Film: Solang ich nicht schiess – Arturo Ui in Tel Aviv

Das Kulturforum Berlin Nordost e. V. und Glashaus e. V. veranstalten seit Januar 2025 die Reihe »Pankower Kulturgespräche«. Dr. Andreas Bossmann stellt im Rahmen eines Gesprächs einen Gast aus der Kultur- und Filmszene vor. In Bezug zu dessen Leben und künstlerischem Schaffen wird danach ein Film gezeigt, zu dem der Gast eine besondere Beziehung hat.

Gesprächsgast im 8. Pankower Kulturgespräch ist der Schauspieler Uwe Preuss, geboren 1961 in Dresden, reiste er 1985 aus der DDR aus und studierte von 1986 bis 1990 Schauspielkunst an der Hochschule der Künste in West-Berlin. Nach der Wende war Preuss am Staatsschauspiel Dresden und am Berliner Ensemble engagiert. Seit 2005 arbeitet er als freier Schauspieler im Film, Fernsehen, Hörspiel und Theater. Bekannte Fernsehrollen sind u.a. der Leiter der Mordkommission Henning Röder in den Rostocker Fällen der Reihe »Polizeiruf 110« oder in der ARD-Serie »Charité« (2021) die Rolle des Hausmeisters Fritz Krug spielte. 2020 erschien sein literarisches Debüt »Katzensprung« beim S. Fischer Verlag.

Zum Film: Der Dokumentarfilm »Solang ich nicht schiess – Arturo Ui in Tel Aviv«  zeigt die Menschen auf und hinter der Bühne in der mehr als 400 Mal gespielten Inszenierung des Berliner Ensembles »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« von Bertolt Brecht in der Regie von Heiner Müller.

Brotfabrik

In Dresden geboren, 1961. Opa ein urkundlich bescheinigter Hallodri. Oma macht aus jedem Einkauf einen Ausflug. Mit den Eltern für fünf Jahre nach São Paulo. Die hatten ihr eigenes System, danke. Kaufmännische Lehre in der Planwirtschaft: Ick stempel doch jetzt nicht die fünftausend scheiß Scheine! Lieber Gräber schaufeln in Löbtau. Arbeitsplatz ohne besondere Vorkenntnisse. Hauptsache kein Büro mehr. Im Kurort die erste eigene Wohnung. Katrin ist schon am Theater, absolut erstrebenswerte Arbeitszeiten. Aber die lassen mich ohne abgeleisteten Wehrdienst nicht an die Schauspielschule! Für ein langes Wochenende interniert von der Volkspolizei. Einfach so. Also Weihnachten ʼ84 in Prag in die deutsche Botschaft. Ausreise. Aber zum Karneval und für die Liebe wieder rein. Und schnell wieder raus. Später Akteneinsicht. Glück gehabt.